Einführung in die Spracherkennung

Was ist Spracherkennung und was kann sie leisten

Die Spracherkennung ermöglicht es Ihnen, das, was Sie bisher (mühsam?) getippt haben oder nach Diktat auf ein Band von diesem haben schreiben lassen, direkt in einen Computer zu diktieren. Sie können dabei flüssig sprechen mit bis zu 160 Wörtern/Minute. Eine mundartliche Färbung ist im Allgemeinen kein Hinderungsgrund. Die Spracherkennung setzt das Diktierte bei einer Erkennungsgenauigkeit von bis 99% und mehr sehr schnell in geschriebenen Text um.

Es gibt keine Rechtschreibfehler. Evtl. falsch erkannte Begriffe oder noch fehlende Wörter können Sie dem Computer durch lernende Korrektur beibringen, so dass das System immer vollkommener wird und sich der Erkennungsrate von 100 % immer mehr nähert. Sie haben es sicher gemerkt: Die Zeit für das Tippen entfällt und Sie korrigieren – wenn überhaupt nötig – sofort. Sie brauchen nicht noch nachträglich Korrektur zu lesen, weil Ihre (neue) Schreibkraft die Fachausdrücke noch nicht sicher beherrscht. Dank guter Individual-Vokabulare sind diese Dinge automatisch richtig. Und  Sie können u.U. dem Patienten / Klienten / Kunden einen Bericht sofort mitgeben oder direkt per E-Mail verschicken. Im medizinischen Bereich lassen sich die meisten Praxisprogramme voll integrieren.

 

Generell: Sie können überall hineindiktieren, wo Sie bisher getippt haben. Die Korrekturen, die Navigation auf dem Bildschirm und selbst die Steuerung des Computers können Sie verbal erledigen, was für Behinderte besonders vorteilhaft ist. Mit zunehmender Erfahrung wird sich neben dem reinen Diktatanteil eine Mischform von verbaler Korrektur, Navigation und Steuerung, Nutzung von Maus und Tastatur einstellen. 

 

Bei der Vielzahl verschiedener Arbeitsweisen gibt es auch durch Programmerweiterungen die Möglichkeit, die lernende Korrektur von Briefen oder auch von Karteikarteninhalten nicht selber auszuführen sondern an einen Korrekturplatz zu delegieren.



Technische Voraussetzungen

DNS (Dragon NaturallySpeaking) läuft unter den Betriebssystemen: MS Windows 2000 SP4, XP SP3, Vista und Windows 7 (32 und 64 Bit). Auch unter Citrix ist es einsetzbar. DNS kann betrieben werden als Einzelplatzversion und als vernetzte Version. In jedem Fall findet die Spracherkennung, außer bei der Speziallösung der Erkennung an einem zentralen großen Sprachcomputer, am Arbeitsplatz selbst statt, so dass Sie das Ergebnis bzw. den Erfolg immer zeitnah verfolgen können. Das heißt aber, dass Sie am Arbeitsplatz einen leistungsfähigen Computer benötigen, einen stationären PC oder ein Notebook.

Abhängig von Ihrer EDV Ausstattung sind unterschiedliche Arbeitsweisen möglich, die hier nur in Stichworten angedeutet sind: Einzelplätze, vernetzte Plätze, Erkennung und lernende Korrektur vor Ort oder delegiert, Erkennung an einem großen zentralen Computer, Diktat über Digitale Diktiergeräte usw. usw. Wir zeigen Ihnen gerne in einem ausführlichen Beratungsgespräch kostenfrei für Sie optimale Lösungen.  

 

Unsere Hardwareempfehlungen, besonders wenn andere Programme parallel laufen (z.B. Praxissoftware, Office):

Prozessor: Intel Pentium IV  ab 2,4 GHz oder  Dual-Core-Prozessor ab 2 GHz oder gleichwertige AMD Prozessor,  Arbeitsspeicher: ab 2 GB, Festplatte: ab 2 GB. L2-Cache: 1MB

Generell gilt: Je schneller die Prozessoren sind und je mehr Arbeitsspeicher (RAM) verfügbar ist, desto besser ist der Computer für die Spracherkennung geeignet. Ab der Version 11 werden zur Erkennung zwei Prozessoren parallel benutzt, wenn das Gerät mit Dual oder Quad Core Prozessoren ausgestattet ist.

 

Auf Wunsch liefern wir Ihnen auch gerne für Ihren professionellen Einsatz geeignete Geräte.

 

Die Diktataufnahme geschieht über: Handmikrofon (mit Kabel- oder Funkverbindung), Tischmikrofon,  Kopf- / Nackenbügelmikrofon (mit Kabel- oder Funkverbindung) oder Digitales Dik­tiergerät.



Vokabular, Fach-Vokabular, Individual-Vokabular, Anpassung

Die dritte tragende Säule neben Spracherkennungssoftware u. Technik ist das Vokabular. Mit ihm steht und fällt die Qualität eines Spracherkennungssystems.

Das  standardmäßig mitgelieferte Basisvokabular deckt einen allgemein deutschen Wortschatz ab. Bei fachgebundenem Einsatz können Sie - wo ausreichend - begrenzt auf mit Legal oder mit Medical integrierte Fachausdrücke zugreifen oder aber bei höheren Ansprüchen auf unsere exklusiven Individual-Vokabulare zugreifen, die aus Kundenunterlagen (z.B. 5.000 bis 10.000 Kundendokumente) exklusiv für jeden einzelnen Kunden branchenunabhängig für jedweden Fachbereichsmix erstellt werden. Die exklusiven Individual-Vokabulare decken durch die Art der Erstellung den allgemeinen und den gesamten fachspezifischen Sprachraum des einzelnen Kunden schreib- und tippfehlerbereinigt ab und sie sind von vornherein an den Sprachstil des Kunden angepasst, sodass unmittelbar nach der Installation ohne aufwendige Nacharbeit produktiv gearbeitet werden kann. Gelegentlich neu auftretende Begriffe können durch lernendes Korrigieren hinzugefügt werden. Zu diesem Thema können wir Ihnen auf Wunsch in Form separater technischer Informations- oder Schulungsblätter sehr viel mehr mitteilen.